Grundsätzlich ist Kurzarbeitergeld steuerfrei.

Es unterliegt aber dem sogenannten Progressionsvorbehalt.

 

Beispiel:

Ein alleinstehender Arbeitnehmer hat in 2019 ein zu versteuerndes Einkommen (Bruttogehalt abzgl. Werbungskosten abzgl. Versicherungen abzgl. ggf. Arztkosten) von 25.000 Euro. Dafür müsste er 3.791 Euro Einkommensteuer bezahlen. Das entspricht einem durchschnittlichen Steuersatz von 15,164 %.

Zusätzlich hat er „steuerfreies“ Kurzarbeitergeld von 5.000 Euro bezogen. Wäre dieses steuerpflichtig, ergäbe sich ein zu versteuerndes Einkommen von 30.000 Euro. Das ergäbe eine Einkommensteuer von 5.275 Euro und somit einen durchschn. Steuersatz von 17,583 %. Dieser Steuersatz wird nun auf das tatsächliche zu versteuernde Einkommen von 25.000 Euro angewendet. Damit ergibt sich eine Einkommensteuer von 4.396 Euro = 605 Euro Mehrsteuer an Einkommensteuer, die mit der Jahressteuererklärung nachzubezahlen ist.

Bitte beachten Sie auch, dass Sie, soweit Sie Kurzarbeitergeld/Arbeitslosengeld oder andere Lohnersatzleistungen erhalten haben, immer grundsätzlich verpflichtet sind, eine Einkommensteuererklärung einzureichen.

 

Kalkulieren Sie bitte ein, dass es aufgrund des Kurzarbeitergeldes voraussichtlich zu einer Einkommensteuernachzahlung kommen wird.

 

Rufen Sie mich bei Fragen hierzu an oder schicken Sie mir eine Mail.

 


 

Margit Egg Steuerberaterin AichachMargit Egg, Steuerberaterin

Unter dem Motto “Steuern – verständlich!” biete ich in meiner Kanzlei umfassende steuerliche Beratung sowie individuelle Lösungen für Existenzgründer und Selbstständige. Neben der Finanzbuchführung stehe ich Ihnen mit Einzel-Coachings und Gründungsberatung zur Seite.

Es liegt mir am Herzen, den Menschen mit seinen Finanzen im Ganzen zu sehen und so eine optimale Beratung zu ermöglichen.

Lesen Sie auf meinem Blog immer die neuesten Informationen rund um wichtige steuerliche Themen und kontaktieren Sie mich sehr gerne für eine persönliche Beratung.