Die 1983 gegründete Künstler-Sozialversicherung bietet freischaffenden Künstlern und Publizisten einen günstigen Zugang zur gesetzlichen Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung.

Wie Arbeitnehmer müssen selbstständige Künstler dabei nur die Hälfte der Beiträge aus der eigenen Tasche bezahlen. Die übrige Hälfte wird durch eine Künstlersozialabgabe der Verwerter (30 Prozent),
also der Auftraggeber der Selbstständigen, und einem Bundeszuschuss (20 Prozent) finanziert.

Diese sogenannte Künstlersozialabgabe wird jedes Jahr auf Basis von Schätzungen des Bedarfs für das folgende Jahr durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS)
zusammen mit dem Bundesministerium für Finanzen (BMF) festgelegt.

Wie das BMAS mitteilte, bleibt der Abgabesatz für 2020 wie im laufenden Jahr bei 4,2 Prozent.

Die letzten Senkungen des Abgabesatzes hatte es für 2018 (minus 0,6 Prozentpunkte auf 4,2 Prozent; Versicherungs-Journal 12.6. 2017) und für 2017 (minus 0,4 Prozentpunkte auf 4,8 Prozent; Versicherungs-Journal 16.8.2016) gegeben.
In den drei Jahren davor hatte der Satz bei 5,2 Prozent gelegen. Den höchsten Wert in diesem Jahrtausend gab es 2005 mit 5,8 Prozent,den niedrigsten in den Jahren 2002 und 2003 mit 3,8 Prozent.

  • Abgabesatz 2019: 4,2 %
  • Abgabesatz 2020: 4,2 %

[Artikel überarbeitet und aktualisiert: 09/2019]