Diese Frage ist aktuell beim Bundesverfassungsgericht (BVerfG) anhängig.
Ob diese Kosten nur als Sonderausgaben oder als Werbungskosten abzugsfähig sind, muss das BVerfG entscheiden.
Hierzu hat das BVerfG die Bundesrechtsanwaltskammer (BRAK) zu einer Stellungnahme beauftragt.
Diese unterstützt grundsätzlich die Auffassung, wonach § 9 Abs. 6 EStG (aktuelle Fassung) verfassungswidrig ist,
weil die Aufwendungen für die Berufsausbildung einkommensteuerrechtlich unberücksichtigt bleiben.
Empfehlung:
Da die aktuelle Entscheidung noch aussteht, empfehle ich auf jeden Fall den Betroffenen die Kosten der Erstausbildung in der Steuererklärung als Werbungskosten geltend zu machen. Zusätzlich ist ein Antrag auf Feststellung des verbleibenden Verlustvortrages zu stellen. Steuerpflichtige, die bisher noch keine Steuererklärung abgegeben haben, können bis 31.12.2018 noch die Berücksichtigung der Ausbildungskosten für Werbungskosten für die Jahre ab 2014 beantragen.