Einkommensteuer:

Da ein Yogalehrer teilweise unterrichtend tätig ist, erzielt dieser Einkünfte aus freiberuflicher Tätigkeit. Es ist keine Gewerbeanmeldung vorzunehmen.

Soweit die Tätigkeit bei der Volkshochschule ausgeübt wird, kann der Freibetrag nach § 3 Nr. 26 EStG für die nebenberufliche Tätigkeit als Übungsleiter, Ausbilder u.a. in Höhe von jährlich 2400 Euro Anwendung finden.

Umsatzsteuer:

Die Steuerbefreiung für Heilberufe nach § 4 Nr. 14 UStG findet keine Anwendung. Die Yogakurse dienen sehr oft der Prävention und Selbsthilfe iS. des § 20 SGB V. Damit dienen Sie der Verbesserung des Gesundheitszustandes allerdings handelt es sich damit nicht um Heilbehandlungen und daher sind diese Umsätze grundsätzlich umsatzsteuerpflichtig und unterliegen dem Steuersatz von 19 %.

Ausnahme: Hierbei kann in den meisten Fällen die Kleinunternehmerregelung Anwendung finden. Details lesen Sie bitte im eigenen Beitrag hierzu nach.

Rentenversicherung:

Da Yogalehrer unterrichtend tätig sind, unterliegen Sie grundsätzlich der Pflichtversicherung in der gesetzlichen Rentenversicherung. Dies gilt auch, wenn die Tätigkeit nur nebenberuflich ausgeübt wird und bereits im Hauptberuf durch eine Arbeitnehmertätigkeit Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung einbezahlt werden.

Der Lehrbegriff der Rentenversicherung wird sehr weit ausgelegt: So gehört Nachhilfe, Golf- und Aerobic Unterricht ebenso dazu wie Feldenkrais Pädagogen oder Supervisoren.

Es gibt allerdings noch eine Ausnahmeregelung: Soweit der Lehrer/Yogalehrer monatlich regelmäßig nicht mehr als 450 Euro verdient, liegt keine Pflichtversicherung vor.

Hinweis: Hierbei handelt es lediglich um eine Information, es liegt keine steuerliche Beratung vor.